Was (vermeintlich) gegen Reboarder spricht

Argumente die (vermeintlich) gegen Reboarder sprechenWer sich einen Reboarder-Kindersitz kaufen möchte, wird sich in aller Regel umfassend informieren. Schließlich geht es um ein sehr wichtiges Thema: Die Sicherheit des Kindes während des Autofahrens.

Während der Recherche wird man auf allerlei Vor- und Nachteile treffen, was es schwer macht den Überblick zu behalten.

Mit den Vorteilen eines Reboarders haben wir uns HIER schon ausgiebig beschäftigt. In diesem Artikel soll es um die (vermeintlichen) Nachteile dieser Kindersitze gehen. Denn oft halten diese Argumente einer genaueren Betrachtung nicht stand. Doch genau das möchten wir nun tun.

Behauptung 1: Bei einem Heckaufprall sind Reboarder von Nachteil.

Antwort: Bei einem Frontalcrash ist ein Reboarder sicherer. Da das Kind in den Sitz gedrückt wird, anstatt daraus gezogen zu werden. Die Kräftewirkung ist bei einem Reboarder viel gleichmäßiger auf den Körper verteilt, da dieser in die Sitzschale gepresst wird.

Bei einem Heckaufprall wirken die Fliehkräfte allerdings genau andersherum. Bei dieser Unfallart wird das Kind aus der Schale herausgezogen. Allerdings sind Heckunfälle sind seltener und meist leichter. So machen Heckunfälle nur circa 2% der Unfälle aus. Außerdem bieten Reboarder beim Heckunfall einen weiteren Vorteil gegenüber vorwärts gerichteten Kindersitzen: Die Knautschzone zum Kopf des Kindes ist ein Stück größer und das Kind dadurch besser geschützt.

Trotzdem bleibt natürlich ein Risiko. Man weiß nicht, wie und wo ein Unfall stattfinden wird. Deshalb kann man nur mit Wahrscheinlichkeiten rechnen, die den Einzelfall nicht abbilden.

Behauptung 2: Kinder können nicht so gut aus dem Fenster schauen.

Antwort: Das stimmt einfach nicht. Zum einen kann das Kind in einem Reboarder aus der viel größeren Heckscheibe schauen und zum anderen ist es so viel einfacher Dinge zu fokussieren, da sie länger im Sichtfeld bleiben. Außerdem finde ich, dass die Sicherheit vor geht und andere Argumente schlägt.

Behauptung 3: Vom Rückwärtsfahren wird Kindern schlecht!

Antwort: Sicher gibt es Fälle bei denen Kindern übel wird. Doch ob das am Rückwärtsfahren liegt, ist schwer zu sagen. In den ersten Lebensmonaten fährt das Kind schließlich auch in der Babyschale rückwärts. Somit ist dies sogar die Fahrtrichtung, die es gewohnt ist.

Behauptung 4: Ein Reboarder passt nicht in mein Auto.

Antwort: Natürlich gibt es sehr kleine Autos und Reboarder sind auch etwas größer und sperriger als normale Kindersitze. Dennoch findet man für fast alle Automodelle einen passenden Reboarder. Natürlich gilt es vor dem Kauf abzuklären, ob das Modell auch in das Auto passt und sicher montieren werden kann. Hier gilt es vor allem denn Sitzabstand nach vorne zu messen und zu prüfen, ob man den Sitz per Isofix befestigen kann.

Fazit

Viele Behauptungen halten einer genaueren Betrachtung nicht stand und sind einfach nur Behauptungen. Im Grunde spricht also nichts gegen einen Reboarder. Natürlich sind diese Kindersitze nicht gerade billig, doch das Geld ist in jedem Fall gut in die Sicherheit des eigenen Kindes investiert. Haben wir noch etwas vergessen, was gegen Reboarder spricht? Über Anmerkungen freuen wir uns!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.